Ausbildung

Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer – SPL oder LAPL(S)

Das Ziel der Ausbildung ist der Erwerb der Segelfluglizenz. Sie berechtigt zum Führen von Segelflugzeugen im In- und Ausland in den eingetragenen Startarten (Winde, Flugzeugschlepp, Eigenstart usw).
Die Lizenz kann auf die Klassenberechtigung für Reisemotorsegler erweitert werden. 

Das Ausbildung kann begonnen werden, sobald eine geeignete Köpergröße und ein aureichendes Verständnis für die Vorgänge vorhanden ist.  Das Mindestalter zum Erlangen der Erlaubnis (sprich Prüfung) ist das 16. Lebensjahr.

Dem Ausbildungsleiter müssen vor Beginn der Ausbildung folgende Unterlagen vorliegen:

  • Kopie vom Personalausweis
  • eine Erklärung über schwebende Strafverfahren
  • ein Nachweis darüber, dass ein Führungszeugnis gem. § 30 Abs. 5 BZRG (zur Vorlage bei einer Behörde) beantragt wurde. (Quittung reicht)
  • bei einem minderjährigen Bewerber eine Zustimmungserklärung des gesetzlichen Vertreters
  • ein Auszug aus dem Fahreignungsregister (http://www.kba.de/DE/ZentraleRegister/FAER/Auskunft/formular_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=5)
    oder onlien beantragen (http://www.kba.de/DE/ZentraleRegister/FAER/Auskunft/faer_tab.html?nn=646118=
  • Die Schülermeldung

Spätestens vor dem ersten Alleinflug

Zu den fachlichen Voraussetzungen für den Erwerb der Erlaubnis gehören:

  • die theoretische Ausbildung
  • die praktische Flugausbildung
  • die Berechtigung zur Ausübung des Sprechfunkdienstes
  • die erfolgreiche Teilnahme an einer Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort

Die theoretische Ausbildung erstreckt sich auf die Sachgebiete:

  • Luftrecht,
  • Navigation,
  • Meteorologie,
  • Aerodynamik,
  • Technik,
  • Verhalten in besonderen Fällen,
  • menschliches Leistungsvermögen
  • Flugfunk (kann im Rahmen der Theorieausbildung erworben werden oder als eigenständige Prüfung)

In der praktischen Flugausbildung  sind mindestens enthalten:

  • 45 Starts und Landungen,
  • 15 Flugstunden, davon mindestens
  • 10 Flugstunden mit Fluglehrer und
  • 2h überwachter Alleinflug,
  • die selbständige Vorbereitung und Durchführung eines Fluges über 50 km Strecke als Alleinflug oder in Ausnahmefällen ein 100km Flug mit Fluglehrer.
  • Mindestens eine Außenlandeübung mit Fluglehrer
  • eine theoretische und praktische Einweisung zur Beherrschung des Segelflugzeugs in besonderen Flugzuständen sowie in das Verhalten in Notfällen und bei Unfällen.

Außerdem lernt man in der Winterarbeit (50 Arbeitsstunden im Jahr) auch die technische Seite des Fliegens genau kennen und was alles Zur Flugzeugwartung und -reparatur dazugehört.

Der typische Ausbildungsweg sieht wie folgt aus:

Erwerb des Tauglichkeitszeugnisses bei einem Fliegerarzt. Die theoretische Ausbildung erfolgt in kommerziellen Flugschulen meist begleitend zur praktischen Ausbildung, in den Vereinen oft in Theoriekursen, die im Winter abgehalten werden. Alternativ kann auch ein Fernlehrgang besucht werden.

Das erste Ziel der praktischen Ausbildung ist der erste Alleinflug. Danach schließen sich weitere Ausbildungsflüge mit und ohne Fluglehrer an. Anmeldung der Ausbildung und der theoretischen Prüfung bei der zuständigen Behörde mit den oben angegebenen Unterlagen. Vor dem ersten Alleinüberlandflug muss die theoretische Prüfung in den oben genannten Fächern erfolgreich abgeschlossen sein. Nach mindestens 2 Überlandflugeinweisungen mit Fluglehrer erfolgt der abschließende Überlandflug über eine Strecke von 50 km im Alleinflug. Die Ausbildung wird abgeschlossen mit der praktischen Prüfung. Die Ausbildung dauert in den Vereinen typischerweise 2-3 Saisons, d.h. etwa zwei bis drei  Jahre.

In der Regel kostet die Pilotenlizenz sogar weniger als der Führerschein. Und da man auf dem Flugplatz meistens auch Autofahren lernt, wird dieser anschließend meist günstiger.